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Zukunft Galopprennsport

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 BeitragVerfasst: Di 26. Dez 2017, 17:38   
Rennleitung

Registriert: So 5. Jan 2014, 19:33
Beiträge: 2017
Big Sur hat geschrieben:
Irgendwo, Lüneburger Heide oder östliche Bundesländer, da, wo die Grundstückspreise noch moderat sind, von dem Geld eine neue Rennbahn bauen, eine Vorzeigebahn, am besten ohne großes Brimborium, ohne großartige Tribünen für das Publikum, gehen auf Dauer sowieso nur noch Bruchteile von Interessierten hin, siehe Longchamp unter der Woche, am besten ganz ohne Publikum, nur für Aktive und nur für die Online Präsentation im Internet, so dass selbst Franzosen die Spucke weg bliebe, und sie nur einen Traum hätten, einmal, auf dieser, neuen, Bahn einen Starter an den Ablauf zu bringen, eine Rennbahn mit allen technischen Finessen, und optischem Luxus, so, dass man sich immer wieder die Augen reiben möchte.



warum soll da auch einer hin?

Zur Zeit ist da nicht viel los mit Rennen


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 BeitragVerfasst: Mi 27. Dez 2017, 10:24   
Rennleitung
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Beiträge: 1922
Mill Reef hat geschrieben:
maitre hat geschrieben:
Dettori84 hat geschrieben:
Gibt es nun schon eigentlich eine Idee was mit dem Geld von dem RB Verkauf gemacht werden soll?


Zitat:
"Auf zu neuen Zielen" - so ist das Editorial von Sport-Welt Verleger Paul von Schubert im frisch erschienenen Album des deutschen Rennsports 2017 überschrieben.
"Die sichtbare und unsichtbare Erneuerung der ältesten organisierten Sportart Deutschlands schreitet voran. Der Galopprennsport befindet sich in großem Wandel", heißt es in der Folge weiter und in der Tat steht der Rennsport jetzt am Sprung in das Jahr 2018 vor ganz entscheidenden Weichenstellungen.
Dass dabei noch nicht klar für jeden am Horizont erkennbar ist, wo die Reise hingehen wird, ist gleichermaßen ein Ärgernis wie auch teilweise den Umständen geschuldet. Nicht alles, was hinter den Kulissen strategisch besprochen wird, kann schon während des Entscheidungsprozesses kommuniziert werden. Man spricht darüber, wenn es in trockenen Tüchern ist.
Und diese Hoffnung, dass alles zielstrebig auf den großen Wurf hinausläuft, den man dann, wenn er geglückt ist, auch kommunizieren kann, hält den Glauben an das Gelingen der Strukturreform aufrecht. So schwer das auch fallen mag. Wir hätten auch lieber gestern als morgenüber das geschrieben, was zurr Zukunftssicherung des deutschen Rennsports getan werden soll. Denn es muss, da beißt die Maus keinen Faden ab, ja in der Tat auf zu neuen Zielen, in neuen Strukturen gehen.

aus der Sport-Welt Nr. 157
Editorial von Patrick Bücheler


Großes BlaBla von demjenigen, der sich den Löwenteil der German Racing Millionen gesichert hat. Statt einer eigenen Wettplattform die überteuerte Miinderheitsbeteiligung. Auch einer der Totengräber.

Wenn 3Mios überteuert waren, wie nennt man dann den jetzigen Preis?

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 BeitragVerfasst: Mi 3. Jan 2018, 15:27   
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Beiträge: 178
Der Einwand musste ja kommen.

Zum 1.1.2009 hat die bet-at-home.com AG ihren 60%igen Anteil an Racebets für 2,2 Mio verkauft. Das entspricht einer Firmenbewertung von 3,67 Millionen. In 2010 hat dann German Racing 3 Mio. bezahlt (oder waren es mehr?). 3 Mio. für 40% ergibt einen Firmenwert von 7,5 Millionen. Der Wert hat sich damit in einem Jahr mehr als verdoppelt. Das ist zu teuer!
Bei dem Verkauf 2017 war die Firma dann 40 Millionen wert. Klar ist das aus Investorensicht ein tolles Geschäft. Aber wollte der Galoppsport mit German Racing ins Private-Equity-Geschäft? Eher nicht.

Man wollte/sollte doch den Rennsport langfristig über Einnahmen aus dem Wettgeschäft finanzieren. Und was ist jetzt? Keine Einnahmen keine Rennbahnen - das wird man in den nächsten Jahren bitter erfahren. Die nächste Kurve der Abwärtsspirale wird genommen. Es werden nur ein paar (großzügig gesponsorte) Rennbahnen überleben: Köln, Hannover, Hoppegarten, Baden Baden werden dazu gehören. Weniger Rennbahnen, weniger Rennen, weniger Preisgeld, weniger Pferde… es geht im bekannten Rhythmus weiter.

Eine katastrophale Fehlinvestition war die Minderheitsbeteiligung an Racebets. Wäre man doch nur bei Germantote eingestiegen, dann wären 100% Wettgeschäft dem Rennsport zugeflossen und man hätte den privaten Wettanbietern Konkurrenz machen können, um die Marktanteile des lebensnotwendigen Wettgeschäfts zurück zu holen.


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 BeitragVerfasst: Mi 3. Jan 2018, 17:10   
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Beiträge: 8128
Wohnort: münchen
als partner einer maltabude müßte man der bande eigentlich die gemeinnützigkeit rückwirkend entziehen. aber noch geht so ziemlich alles irgendwie. bis zur bachkante ...


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 BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 09:49   
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Auf Facebook hat Guido Schmitt eine knackige Zusammenfassung über den Zustand des Rennsports abgegeben:

die Probleme des deutschen Rennsports und des dauerhaft rückläufigen Wettvolumens liegen hauptsächlich darin begründet das man die aufkommende Digitalisierung im Wettgeschäft vor ca. 15 Jahren komplett verschlafen hat. Das gepaart mit Arroganz, Misswirtschaft & Überalterung im Management & einer Reformfähigkeit die einem deutschen Finanzamt gleicht führt zu einer nun meiner Meinung nach nahezu ausweglosen Situation und einem langsamen Sterben auf Raten. Vor 10 Jahren hätte man das Ruder noch rumreißen können -nun hilft nur noch ein Wunder oder eine Stiftung eines Gönners. Harte Worte aber ich werde halt immer ein Realist sein. Einzelne Rennvereine wie Berlin, Hannover die privat betrieben werden oder andere die Grund & Boden besitzen wie München oder Dortmund daneben Köln und Düsseldorf die Gönner haben werden überleben von den größeren Bahnen mit jedoch reduzierter Anzahl von Renntagen. Die Anzahl der Rennen wird sich wohl von der Anzahl der Renntage im aktuellen Vergleich zu 2018 halbieren. Dieser Prozess wird noch ca. 5-7 Jahre dauern, zwischenzeitlich werden die aktuell noch hohen Liquiditätsreserven von ca. 10 Mio. Euro anstatt Sie in cash-in wirksame zukunftssichernde Beteiligungen zu investieren mit Management-Gehältern , Beraterverträgen, Rettungsaktionen von Rennbahnen, Toto Stützungs-Aktionen (kann man Tote widerbeleben :-) ? ) zersägt. In 5 Jahren ist alles weg dann zeigt man mit dem Finger auf die die zu dem Zeitpunkt oben sitzen und das werden nicht mehr die sein die aktuell das Sagen haben. Alles fast wie in der deutschen Politik- wir schaffen das :-)


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 BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 12:09   
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nix neues


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 BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 12:47   
Rennleitung

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Sicher viel wahres enthalten.
Die ersten groben Versäumnisse gab es aber schon etwas früher.
Ansonsten ist natürlich auch noch anzumerken, dass Guido Schmidt zwar, wie schon gesagt, mit sehr vielem recht hat; er selbst aber nur bedingt etwas bewegen will.

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Weniger kann mehr sein


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 BeitragVerfasst: Fr 14. Dez 2018, 15:06   
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Wohnort: Oberharz
Mill Reef hat geschrieben:
Auf Facebook hat Guido Schmitt eine knackige Zusammenfassung über den Zustand des Rennsports abgegeben:

die Probleme des deutschen Rennsports und des dauerhaft rückläufigen Wettvolumens liegen hauptsächlich darin begründet das man die aufkommende Digitalisierung im Wettgeschäft vor ca. 15 Jahren komplett verschlafen hat.

Endlich ist das Digitalisierunggeschwätz unserer Politiker auch im Galoppsport angekommen!
Von Digitalisierung reden gerade die, die am wenigstens davon Ahnung haben und froh sein können, wenn sie einen PC einschalten können. Immerhin bringt diese Phrasendrescherei jetzt 1 Gbit-Internet auf den letzten Bauernhof. Mir persönlich reicht allerdings mein 8 Mbit-Anschluss weitgehend aus und so geht es den meisten. Selbst die meisten Unternehmen brauchen nicht mehr. Es besteht also kein Grund zur momentan grassierenden Ausbau-Panik. Sicherlich sollte man, wenn immer die Straße aufgerissen wird, gleich Leerrohre für Glasfaser mitverlegen. Das kostet kaum etwas und man ist für den Fall der Fälle gewappnet. In den Städten ist Glasfaser-Ausbau sicherlich sinnvoll. Auf dem Land sollte man den Schwerpunkt auf den Ausbau des Mobilfunkes legen. Da ist noch vieles im Argen. Zuerst sollte man sich mal die Bahnstrecken und Autobahnen (dort vor allem die Parkplätze) vornehmen, dass man dort unbrechungsfrei telefonieren und surfen kann. Außerhalb des Ruhrgebietes ist so etwas keineswegs selbstverständlich. Selbst in U-Bahnen nicht, denn die Digitalisierungs-Schwätzer wollen die Mobilfunk-Betreibern brutal abzocken, wenn diese dort ihr Equipment aufstellen wollen.
Hat der Galoppsport dort irgendetwas verpasst oder verschlafen? Natürlich hätte er die neue Medien besser nützen sollen und endlich mal bessere Bilder liefern. Im Wettgeschäft hat das Internet eine Strukturkrise ausgelöst, gegen die ein Kraut gewachsen ist. Zunächst sind die Umsätze ins Ausland - Stichwort Malta-Buden - und dann schließlich in ganz andere Sportarten oder Themenbereiche -Stichwort Sportwette - abgewandert. Diese Entwicklung war völlig unvermeidlich. Nur dort, wo kulturelle und staatliche Begebenheiten dem entgegenstanden wie in Japan oder Hong Kong fließt noch Milch und Honig, aber auch dort braucht das nicht bis in alle Ewigkeit so bleiben. Mit verschlafener Digitalisierung hat das alles wenig zu tun. Letztlich muss der Sport sich neue Finanzierungsquellen erschließen - Stichwort Sponsoring. Dies erfordert ein verbesserte Medien-Präsenz und ein gutes Ansehen. Der eine Menge negatives Image erzeugende Unfall in Hamburg vor ein paar Jahren hat da einen enormen Schaden angerichtet, aber auch das hat nichts mit Digitalisierung zu tun.

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Deutsches Derby 2016
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 BeitragVerfasst: Di 19. Mär 2019, 21:44   
Jockey

Registriert: So 18. Sep 2011, 20:07
Beiträge: 72
Das Thema mit den Racebets Millionen hat sich ja dann nach dieser Saison auch erledigt.


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 BeitragVerfasst: Mi 20. Mär 2019, 08:34   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 08:37
Beiträge: 1304
Die Frage nach der Zukunft stellt sich doch m.E. nach gar nicht. Es gibt doch noch nicht einmal eine ungeschönte Beschreibung der Gegenwart, die all die Baustellen aufzeigt. Wie kann man da eine Zukunft beschreiben.

Bei den RB Zuflüssen haben Sie recht, die werden schnell verbraten sein, die vielen Finanzlöcher sind unendlich gross......!


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 BeitragVerfasst: Fr 29. Mär 2019, 09:31   
Rennleitung

Registriert: So 15. Apr 2018, 08:29
Beiträge: 188
Das Protokoll der Vorstandssitzung aus dem Januar ist nun verschickt worden. Allerlei aus aller Welt war früher eine hübsche Kolumne in der Sportwelt. Interessant einige Dinge - viel Geld für den unseligen Pudwill Prozeß verballert, das Thema Frankfurt und die 75.000 völlig abstrus und irreführend durch den Unterzeicher des Protokolls Herrn Vesper dargestellt, und das Wort Tierschutz nicht zu lesen. Der deutsche Rennsport ist immer so, wie er immer war, und mutmaßlich immer sein wird. Feurige Untätigkeit und getrübte Wahrnehmung der Wirklichkeit. Bis hin zur mutwilligen Verbiegung. Engelbert Halm läßt grüßen.


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 BeitragVerfasst: Fr 29. Mär 2019, 19:18   
Rennleitung

Registriert: Fr 28. Jan 2011, 08:26
Beiträge: 246
Was soll der braveHalm denn verbrochen haben? So ein Unsinn!


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