Aktuelle Zeit: So 22. Okt 2017, 01:57

Racing, Business & Politics

Aktive Themen

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 49 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4
Autor Nachricht
 BeitragVerfasst: Mi 11. Okt 2017, 19:51   
Jockey

Registriert: Mi 15. Mär 2017, 18:36
Beiträge: 28
Nochmals vielen Dank für die Information!

Der Weg hat sich gelohnt!

Das Manager Magazin - Sonderheft - stellt gewiß eine weitere Bereicherung in meinem Pferderennsport-Archiv dar.

Schade, dass Klaus-Dieter Dötsch diese Ausgabe nicht mehr zur Hand nehmen kann.

Meinen uralten Spruch: "Die Totengräber sind unter uns," wollte ich eigentlich hier im forum nicht wieder erneut herunterrasseln.


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 BeitragVerfasst: Mi 11. Okt 2017, 21:37   
Rennleitung

Registriert: So 5. Jan 2014, 22:21
Beiträge: 2296
Wohnort: Oberharz
Racingman hat geschrieben:
Jetzt die Frage: Lohnt sich der Aufwand? Das muss natürlich jeder selbst entscheiden. Reine Internetklicker, die nur zur Unterhaltung im Forum mitplaudern wollen, haben noch nie irgend eine Fachlektüre gebraucht. Wer aber besser Bescheid wissen will, der sollte das Heft lesen. Von allen Entscheidungsträgern wie etwa dem Vorstandsmitglied Volker Linde muss man auch die Kenntnis der Dissertation von Janina Müller erwarten dürfen. Bisher waren der Goldstandard des Turfjournalismus für mich die Beiträge von Claudio Catuogno, dem stellvertretenden Sportchef der Süddeutschen Zeitung. Dieser Artikel im Manager-Magazin-Sonderheft ist ähnlich kenntnisreich und locker-flockig geschrieben.

Da bin ich ganz anderer Meinung. Ich hab eine PDF-Version des Artikels von einem "Entscheidungsträger" erhalten, und kann den Artikel überhaupt nicht weiterempfehlen. Von der Dissertation kenne ich nur das Inhaltsverzeichnis. Kurioserweise gehen weder der Artikel noch die Dissertation auf das Thema Sponsoring und Medien ein. Stattdessen beißt man sich am Thema Wetten fest, wo man eigentlich nur wenig machen kann. Ich bin nur ein Gelegenheits- und Sympathie-Wetter und habe keine Idee, wie man da etwas verbessern könnte. Ich verstehe auch die Zockerseele nicht. Auch im Artikel gibt es keine Vorschläge in dieser Richtung wie es dort überhaupt keine Verbesserungsvorschläge gibt. Dort wird nur gelästert. Auch von Racingman hört man keine konkreten Vorschläge sondern nur das schwachsinnige Geschrei nach mehr Professionalität und Zentralisierung. Der will einen großen Wasserkopf, der es dann richten soll. Meine Motto heißt "lean and mean" und das scheint notgedrungen auch das Motto der meisten Rennvereine zu sein. Insgesamt muss ich denen eine ziemliche gute Arbeit attestieren. Finanziell geht es zwar immer noch bergab, aber nur noch sehr langsam. Dass Frankfurt zugemacht hat und Bremen wahrscheinlich zumachen muss, hat damit fast nichts zu tun, obwohl in dem Artikel ein entgegengesetzter Eindruck erweckt wird. Kurioserweise wird in dem Artikel die mit Abstand größte Pleite im Galoppsport, die Pleite des Internationalen Clubs, überhaupt nicht erwähnt. Die adligen Herren haben angefeuert durch brillante Unternehmensberater in der Not groß investiert und dadurch die Karre voll gegen die Wand gefahren. Das ganze erinnert an die Pleiten von Schlecker und Praktiker. Mein Leitspruch lautet: Ein Management das Unternehmensberater - oft Universitätsabsolventen ohne konkrete Wirtschaftserfahrung - anheuert, beweist damit seine Ratlosigkeit und gehört gefeuert. Langfristig ist das Hauptproblem des deutschen Turfs nicht finanzieller sondern demographischer Natur. Ich meine damit insbesondere die Besitzern, die ein zentraler Eckpfeiler des Sportes sind. Die alten sterben weg und es kommt nichts gleichwertiges nach. Auch auf dieses Problem geht weder der Artikel noch die Dissertation ein. Die Besitzer-Werbung ist deshalb von zentraler Bedeutung und da wird sowohl zentral vom Direktorium als auch lokal von den Rennvereinen zu wenig gemacht. Dabei sind die Voraussetzungen gar nicht so schlecht, wie ich unter anderem hier ausgeführt habe. Ich hab nichts gegen die Next Generation. Im Gegenteil, ich halte NG für eine sehr gute Idee und hab vor Jahren die Leute auch in Schutz genommen, als sie im DI-Blog kräftig unter Feuer standen. Die NG muss allerdings noch Erfahrung sammeln und zur Current Generation werden, bevor sie dem Sport sinnvolle Ratschläge geben können. Das gilt auch für Frau Müller, der ich im Gegensatz zu den Autoren des Läster-Artikels durchaus redliche Absichten bescheinigen möchte.

_________________
Deutsches Derby 2016
Bilder der Derby-Teilnehmer 2016


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden Website besuchen  
 BeitragVerfasst: Do 12. Okt 2017, 12:44   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 693
Hallo Breeder, ich bin Ihnen ja noch eine Antwort schuldig zu Ihrem erstaunlichen Racingman-Psychogramm. Also, das muss ein britischer Doppelgänger aus Birmingham sein, denn Ihr Text hat mit meiner Vita wenig zu tun. Als Consultant hatte ich auch eine sehr interessante Zeit im deutschen Galopprennsport, aber das ist lange her. Ich bin mittlerweile schon seit Jahren Privatier und kümmere mich vorrangig um Geldanlage. Vom deutschen Turf interessieren mich nur noch die politischen und wirtschaftlichen Aspekte; wie der aktuelle Derby-Sieger heißt, weiß ich nicht – und das ist keine Demenz, hi hi. Etliche Beratungsleistungen als Consultant im Turf erforderten von mir damals eine detektivische Vorarbeit, und dabei kamen mir Erfahrungen von früher gelegen.

Und damit sind wir auch schon bei einer ungewöhnlichen Geschichte über Galoppsport & Geheimdienste. Nach dem Zusammenbruch der DDR gelangten die so genannten Rosenholz-Dateien (die Personen-Karteikarten der Auslandsabteilung des ostdeutschen Geheimdienstes) von Ost-Berlin auf Umwegen zum amerikanischen Geheimdienst. In den USA wurden sie ewig unter Verschluss gehalten und wurden erst im Jahre 2003 für die deutschen Behörden zur Verwendung freigegeben. Durch diese Rückgabe der Rosenholz-Dateien erhielt ich endlich die Bestätigung, dass mein Name da auch drin steht. Aber bevor Sie, Breeder, mit Ihrem linearen Denken jetzt schlussfolgern, ich sei Stasi-Agent gewesen: ganz falsch, der Grund war ein anderer. Deshalb habe ich auch keinen IM-Decknamen wie so viele prominente Politiker, sondern mein Vorgang ist auf der Karteikarte als OPK-Fall markiert. OPK steht für Operative Personenkontrolle, was die intensivste Form der Personenüberwachung durch die Stasi war. Ich war also nicht Täter, sondern Opfer. Warum der Wessi-Student Racingman zu dieser Ehre kam, kann ich vermuten. Leider existiert außer zwei schlecht lesbaren Mikrofilm-Karteikarten die eigentliche operative Akte nicht mehr. Ich werde also nie offiziell erfahren, warum und auf welche Weise die Stasi mich im Westen überwacht hat.

Der Grund für die Aufnahme in die Rosenholz-Dateien kann nur meine Bekanntschaft mit einem jungen Ost-Berliner Ehepaar gewesen sein, mit denen ich viel unternommen hatte, auch bei mehreren Rennbesuchen in Hoppegarten und Karlshorst. Dass die Zwei Agenten waren, war mir vom ersten Tag an klar. Beide waren so genannte Reisekader und durften auch allein ohne Aufpasser ins kapitalistische Ausland reisen (wie auch Angie, die ebenfalls als Reisekader mindestens einmal im Westen war). Ich habe mich von den Eheleuten sowohl mit ihm als auch mit ihr einzeln im Westen getroffen. Erst lange nach der Wende wurden die Zwei durch einen puren Zufall enttarnt: sie als Top-Spionin, er als kleines Licht der Firma. Der Grund für meine OPK wird wohl gewesen sein, dass der Führungsoffizier die Befürchtung hatte, eine seiner Besten könnte auf der Rennbahn für eine westliche Organisation abgeworben werden. Gegenüber dem Ehepaar war ich nämlich gemäß meiner Überzeugung immer ziemlich offensiv als Anhänger von Demokratie und Marktwirtschaft und vehement gegen Kommunismus aufgetreten. So, Breeder, das müsste doch eine Geschichte ganz nach Ihrem Geschmack als „commie hater“ sein. Aber adoptieren lass ich mich von Ihnen nicht!


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
 BeitragVerfasst: Do 12. Okt 2017, 17:32   
Rennleitung

Registriert: Fr 19. Nov 2010, 21:54
Beiträge: 7737
Wohnort: münchen
man kann ja alles lesen. muß aber auch nicht alles glauben ..


Nach oben
 Profil Private Nachricht senden  
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 49 Beiträge ]  Gehe zu Seite Vorherige  1, 2, 3, 4

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron


Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
Style originally created by Volize © 2003 • Redesigned SkyLine by MartectX © 2008 - 2010