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 BeitragVerfasst: Di 15. Sep 2015, 23:49   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 12:11
Beiträge: 1015
Ende November Galopprennen mit Sonne und viel Geld anstatt Neuss? Ja, das geht. In Marokkos Metropole Casablanca mit vier hochdotierten, von Equidia übertragenen Rennen. Zusätzlich zum Rennpreis gibt es 2.500 Euro Transportkostenzuschuss pro Pferd; Hotel mit Vollpension für Besitzer/Trainer/Jockey/Pferdepfleger für vier Tage; zudem wird für Besitzer/Trainer/Jockey auch der Flug bezahlt, und das schließt sogar deren Partnerinnen mit ein (offiziell die Ehefrauen). Wo gibt’s denn so was? In Marokko beim Internationalen Renntag der englischen Vollblüter, der in diesem Jahr schon zum vierten Mal stattfindet. Diesmal als Internationales Meeting mit einem Doppelrenntag. Freitags die Araber mit ebenfalls hochdotierten Rennen, und am Samstag vier internationale Rennen für die englischen Vollblüter. Die in Küstennähe gelegene Rennbahn Casablanca-Anfa ist ein Sandbahn-Rechtskurs mit 1700 m Umfang, in dessen Innenraum ein Golfplatz liegt. Falls ein Trainer an weiteren Infos der Ausschreibung interessiert ist, kann er sich gern an mich wenden. Für die Anreise der Pferde könnte sich ein Sammeltransport aus Mitteleuropa zusammen mit den arabischen Vollblütern anbieten.

Rennbahn Casablanca (Sandbahn)
Internationaler Renntag: Samstag, 21. November 2015
Nennungsschluss: Donnerstag, 12. November 2015

Großer Preis König Mohammed
109.400 Euro. Für dreijährige und ältere Hengste und Stuten. 2400 m.

Großer Züchter-Preis
64.000 Euro. Für Stuten. 1750 m.

Großer Besitzer-Preis
54.700 Euro. Für dreijährige Hengste. 1900 m.

Großer Preis Jean-Pierre Laforest
25.500 Euro. Für zweijährige Hengste und Stuten. 1300 m.

Marokkos Rennsport
Der nach Gewinnsumme erfolgreichste marokkanische Galopper (Araber und Engländer zusammengenommen) in der laufenden Saison ist übrigens der von Matthias Seeber gezogene Königstiger-Sohn Striving: vier Starts – vier Siege. Die englischen Vollblüter sind in Marokko üblicherweise dreimal pro Woche aktiv: mittwochs in den kleineren Städten El Jadida oder Settat, freitags in der Wirtschaftsmetropole Casablanca als führender Rennbahn, und sonntags in der Hauptstadt Rabat. Marokko ist eines der wenigen aufstrebenden Galopp-Länder in der Welt. Aus diesem Grund ist z. B. der frühere Chantilly-Trainer Jean de Roualle dort aktiv. Für deutsche Trainer und Jockeys, vor allem solche mit Französisch-Kenntnissen, wäre Marokko definitiv eine Chance zum Auswandern.


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 07:48   
Rennleitung
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Racingman hat geschrieben:
Für deutsche Trainer und Jockeys, vor allem solche mit Französisch-Kenntnissen, wäre Marokko definitiv eine Chance zum Auswandern.


auswandern ohne franz sprachqualitäten wäre das auch intererssant für die rtl gruppe.

und der sport hat tv präzens


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 17:32   
Rennleitung

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Bei möglichen Auswanderern mit Französisch-Kenntnissen habe ich an Leute wie Michael Figge gedacht. Okay, nicht jetzt sofort als junger Vater mit einem schreienden Baby, aber eine Auswanderung will ja ohnehin gut vorbereitet sein. Das dauert seine Zeit, und vor allem muss ein kapitalkräftiger Stall als Arbeitgeber gefunden werden. In München schrumpft die Zahl der Trainer im Gleichklang mit der Zahl der Renntage, und ab 2016 fallen auch noch Frankfurt und Ebreichsdorf als Einsatzorte weg, während Italien nur etwas für Besitzer mit Engelsgeduld und genügend Liquidität ist. Riem hängt nur noch am Tropf des Mäzenatentums, und wenn da irgendwann vonBoe keinen Bock mehr haben sollte, kann schnell Schluss sein für die örtlichen Trainer.

In Marokko hat man es - anders als die Spanier - geschafft, mit dem eigenen Marokko-PMU ein Außenwettnetz aufzubauen. Die Marokkaner wetten hauptsächlich auf französische Rennen, aber auch der heimische Turf profitiert vom Wachstum. Mittlerweile sind schon sechs Rennplätze als „Nationale Rennbahnen“ anerkannt (drei davon an der Küste), während es noch einige regionale Bahnen gibt. Durch die Ausweitung des Rennbahnnetzes finden statt des traditionellen Mittwoch-Freitag-Sonntag-Rhythmus nun meist schon Rennwochen mit sechs Terminen statt. Aus meiner Erinnerung der Besichtigungen, die schon lange zurückliegen, habe ich die Bahn in Casablanca als etwas schicker und Rabat als etwas rustikaler im Gedächtnis.

Zu berücksichtigen ist, dass nur rund 60 % der Galopprennen für arabische und englische Vollblüter ausgeschrieben sind, der Rest ist für einheimische Rassen wie die Berber. Die englischen Vollblüter laufen hauptsächlich auf den Rennplätzen an der Küste. Aus klimatischen Gründen wäre der Turf im Maghreb natürlich gerade für unsere Jockeys in der kalten Jahreszeit attraktiv als Alternative zu den Golfstaaten. Bei einem Freitagrenntag in Casablanca könnten im Urlaub erste Kontakte geknüpft werden. In Marokko wird im Alltag Arabisch gesprochen, aber wegen des Status als einstige französische Kolonie (bis 1956) spricht man zumindest in den Städten auch Französisch.


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 19:16   
Rennleitung

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münchen riem steht entgegen dem schmarrn des racingman nicht auf der lohnliste eines v. boetticher. im gegenteil, der kam umgehend zurück als die kiste mit dem möglichen verkauf der trainingsbahn durch dr. poth gestalt annahm. er wollte riem ja schon während seiner ersten zeit als vereinsvorstand versilbern und irgendwo bei augsburg eine neue bahn bauen. damals haben die mitglieder das abgelehnt und v. boetticher war weg. mal schauen wie lange er jetzt auhält ...


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 20:52   
Rennleitung

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v.Boetticher? Ist das der beste Freund von John D.Hillis?

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Schöningh & Lollapalooza braucht kein Mensch!!! Liebe Grüße, netroyal


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 21:15   
Rennleitung

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einer von drei vorstandsmitgliedern, die eigene pferde nicht auf "ihrer" bahn stehen haben. dürfte in d auch einmalig sein ...


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 21:30   
Jockey

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Seitdem gelingt auch bei den Ammerländern in Riem nicht mehr viel. Wenige, kaum erwähnenswerte kleine Treffer.
Wird Herrn Hillis freuen.

_________________
Das Hacke-Peter-Prinzip:
Wer mehr isst, als er trinken kann, kann öfter auf die Toilette, als er muss!


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 21:44   
Rennleitung

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sie meinen sicher köln ...


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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 21:52   
Jockey

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Beiträge: 86
:mrgreen:

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 BeitragVerfasst: Mi 16. Sep 2015, 23:33   
Rennleitung

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Ich wollte mit meinem letzten Posting nur empfehlen, dass die Münchner Trainer wie auch die Hoppegartener Kollegen lieber schon mal einen Plan B im Hinterkopf entwickeln sollten. Die einzigen Ausnahmen davon sind die Nebenerwerbstrainer wie Lkw-Hansi Müller oder Gunter Richter, Deutschlands fleißigster Elektriker. Vor Jahren ist Jochen Potempa couragiert als alter Sack von Hoppegarten in die Normandie ausgewandert (ob er da immer noch ist, weiß ich nicht, denn er hatte sich einen deutschen Wackelkandidaten als Arbeitgeber ausgesucht). Petr Olsanik war in Deutschland Trainer geworden mit dem von Anfang an vorgefassten Ziel, später nach Frankreich auszuwandern; seine Lebensgefährtin sprach Französisch und war die treibende Kraft.

Für eine Auslandstätigkeit kommt aus der München/Hoppegartener Gruppe für mich eigentlich nur Michael Figge wegen seiner frankophilen Ausrichtung in Betracht. Bei der Urbayerin Jutta Mayer kann ich mir so etwas trotz ihres französischen Lebensgefährten nicht so recht vorstellen. Auch Werner Glanz' Frau spricht fließend Französisch, aber Französisch ist eben nicht sein Ding.

Chantilly ist für einen Trainer allerdings finanziell anspruchsvoll, so dass es eher auf die wesentlich preiswertere Provinz hinauslaufen würde. Oder eben ein guter Job in Marokko, wenn man sich rechtzeitig kümmert.


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 BeitragVerfasst: Do 17. Sep 2015, 08:08   
Rennleitung

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also, petr olsanik ist futtermeister bei stall salzburg, der werner ist viel in italien unterwegs, wie der michael figge das ja auch war. in frankreich hätte er das iatilenische derby ja schlecht gewinnen können. allerdings fährt ma ja nur mit pferden ins ausland die dort auch eine gewisse chance haben. jutta meier übrigens ist derzeit öfter in fr denn der herr figge. wer den stall von w. figge/stall salzburg übernimmt ist derzeit noch nicht klar. aber hauptsache die unsägliche käferalm steht da rum. genehmigungsfrei ?


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 BeitragVerfasst: Do 17. Sep 2015, 09:45   
Rennleitung

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Bei Petr Olsanik hat es eben mit der Trainerkarriere leider nicht so geklappt wie erhofft, das ist normales Lebensrisiko. Trotzdem war es richtig, von Anfang an auf ein bestimmtes Ziel (Frankreich) hinzuarbeiten. Manchmal gibt es aber auch Spontanauswanderer, die sich durchsetzen. Der Kölner Jockey Andreas Luce ist so ein ganz Couragierter, der in den Neunziger Jahren eines Tages auf dem Trainingsgelände neben der Mailänder Rennbahn auftauchte – ohne ein Wort Italienisch oder auch nur Englisch zu können. Trotzdem klappte es mit einer Beschäftigung als Arbeitsreiter, später wurde er Jockey in Pisa. Er war sicher mindestens zehn Jahre in Italien, schätze ich mal, und hat dabei Höhen, aber auch Tiefen im privaten Bereich erlebt. Vor ein paar Jahren kehrte er dann nach Weidenpesch zurück.


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 BeitragVerfasst: Do 17. Sep 2015, 10:23   
Rennleitung

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dazu kommt, das die riemer trainer durch entsprechende nennungen ihren "heimverein" unterstützen müssen. wenn nicht, verklopft das derzeitige "präsidium" die ganze bahn. das würde sich dann richtig rentieren ...


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 BeitragVerfasst: Do 17. Sep 2015, 21:04   
Rennleitung

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Manche Chancen kommen nur einmal im Leben. Vor langer Zeit hatte Werner Glanz mal das Angebot eines Rennstallbesitzers aus Singapur, dorthin zu wechseln. Er lehnte ab. Der bayerische Trabertrainer Uli Wieland dagegen packte einst die Möglichkeit beim Schopfe, auf der Urlaubs-Insel Mallorca zu arbeiten, wo es zwei Traberpisten gibt.

Im italienischen Rennsport ist man in der Entwicklung schon einen Schritt weiter – im Negativen. Da wollen die Jockeys seit einiger Zeit einfach nur noch weg. Die zwei jüngsten Fälle: Antonio Polli ließ sich in Frankreich nieder, während Dario Vargiu wie zuvor sein Kollege Mirco Demuro eine Dauerlizenz in Japan anstrebt. Am 30. September hat er dafür den schwierigen Japanisch-Test vor sich, für den man richtig büffeln muss. Auswandern ist eben mit viel Arbeit verbunden.


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 BeitragVerfasst: Sa 19. Sep 2015, 10:25   
Rennleitung

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Zurück zum Thema Marokko: In der letzten Zeit haben sich drei Trainer aus Frankreich, Italien und Spanien nach Marokko verändert. Daher auch meine Meinung, dass Marokko für einen Französisch sprechenden Trainer wie Michael Figge passen könnte.

Im letzten Juni beendete Chantilly-Trainer Jean de Roualle nach vierjähriger Tätigkeit seine Arbeit im Trainingszentrum des Gestüts Jalobey, das ungefähr 30 km von der Hauptstadt Rabat entfernt liegt. Das neue Trainer-Duo dort ist der erfahrene Italiener Emilio Borromeo (62) und als sein Assistent der Spanier Eduardo Buzón, der schon zwei Jahre selbständig war. Borromeo ist ein Coach, der in seiner Karriere schon mehr als tausend Siege (darunter fast alle großen Prüfungen seines Heimatlandes) errungen hat, und arbeitet bei Jalobey als Public-Trainer. Auch Marokkos bestes Pferd, der deutsch gezogene Striving, gehört zu seiner Armada. Deutsch sprechen kann der Trainer immer noch, weil er unsere Sprache mal auf der Schule gelernt hat. Das Gestüt Jalobey züchtet auf 100 ha Fläche und hat als Besitzer schon große Erfolge erzielt, zum Beispiel in diesem Jahr mit dem von Pascal Bary in Chantilly trainierten Billabong einen zweiten Platz im Großen Preis von Mailand (Gruppe 1). Ein ehrgeiziger Besitzer, der auch im Ausland was reißen möchte.

Auch aus Chantilly wandert wieder ein Trainer nach Marokko aus: Yann Porzier (64). Für ihn ist es schon das zweite Mal im Maghreb-Staat. Vor einem Vierteljahrhundert arbeitete er nach einer Dopingsperre in Frankreich ein Jahr lang in Marokko. Auch diesmal ist es wiederum eine Dopingsperre, die ihn ins Ausland treibt. Porzier will in Marokko als Public-Trainer in einem neuen Trainingszentrum starten, das erst in einigen Monaten eröffnet wird. Seine Marokko-Motivation: „Schönes Wetter dort, zudem kenne ich noch viele Leute, man isst gut, das 'Paris-Turf' ist schon um 10.30 Uhr vor Ort, und die Frauen haben eine weiche Haut...“ So ein Spruch hätte auch von Hermann-Josef Koll kommen können.


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